Der Limesturm bei Idstein

Der Nachbau eines steinernden Limes-Wachtturm an der Landstraße (L 3026) zwischen idstein und Niedernhausen, nahe der Turmstelle WP 3/26 und einer 2012 entdeckten Holzturmstelle, repräsentiert einen Steinturm, wie er um 150 n.Chr. ausgesehen haben könnte:
Durch weißen Verputz mit rotem Fugenstrich entstand der Eindruck eines imponierenden Quadermauerwerks mit einer Gesamthöhe von 12 m und einer Grundfläche von 25 m². Das Dach ist mit Holzschindeln bedeckt (die Wetterfahne ist "unrömisch").

Vermutlich war im Ergeschoss nur ein Vorratsraum ohne Zugang von außen.
Im ersten Stock ist der Wohnraum vorstellbar, mit Betten und Herdstelle und dem Turmeingang, erreichbar über eine Leiter.
Im zweiten Stocke müsste die Wachtstube gewesen sein, mit den Signalgeräten und Waffen sowie dem Zugang zum umlaufenden Wehrgang in 8 m Höhe.

Der Turm steht in Sichtweite zu den beiden nächsten Turmstellen, so dass Signale mit Hörnern, Flaggen oder Fackeln von Turm zu Turm bis zu den nächsten Kastellen weitergegeben werden konnten.
In einem solchen Turm wraen vermutlich vier bis sechs Wachtsoldaten (Auxiliare - wie alle Grenzsoldaten am Limes) für mehrere Tage oder Wochen stationiert.
Neben dem Wachtdienst gehörten Ausbesserungsarbeiten an den Sperranlagen, Essenszubereitung, Waffentraining, Ausrüstungspflege, aber auch Würfel- und Brettspiele zum Alltag.

Unser Nachbau eines Limesturms wurde durch Initiative des Idsteiner Bürgers Otmar Weigel mit tätiger Unterstützung vieler Helfer aus Vereinen und Idsteiner Partnerstädten sowie mit Sach- und Geldspenden Idsteiner Firmen und mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt im Jahre 2002 ferig gestellt.

Turm und Gelände sind Eigentum der Stadt Idstein und werde durch unseren verein ehrenamtlich betreut.

Bildquelle (Zeichnung): Heike Wolf von Goddenthow

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