Der Limes in Idstein

Durch die Felder und Wälder von Idstein im Taunus zieht sich eine fast 2000-jährige römische Grenzlinie: Der Obergermanisch-Raetische Limes, die Grenze zwischen dem Römischen Imperium und dem „Freien Germanien“.
Wo heute Autobahn und ICE-Trasse den Taunus queren, wurden schon in vorgeschichtlicher Zeit bedeutende Handelswege durch die „Idsteiner Senke“ genutzt.
Hier dienten den Römern bis etwa 260 n. Chr. doppelte Sperranlagen mit Wachttürmen, Wall und Graben, Palisade und zwei Kastellen der Kontrolle des Waren- und Sklavenhandels; Zölle
konnten erhoben, unwillkommene Besucher abgewiesen und das Hinterland vor plündernden Banden geschützt werden.

Die 15 km lange Idsteiner Limesstrecke ist eine der ältesten Teile des Obergermanisch- Raetischen Limes, der auf 550 km vom Rhein bis zur Donau verläuft. Er ist das größte archäologische Bodendenkmal Europas und UNESCO-Welterbe.
Sichtbare Spuren kann man jedoch nur noch in Waldgebieten entdecken, wo Landwirtschaft über Jahrhunderte noch keine Wälle eingeebnet und Gräben verfüllt hat. Hier zeugen noch flache Schutthügel oder Reste steinerner Fundamente von den Türmen, in denen römische Soldaten vor fast 2000 Jahren die Grenzen des Römischen Imperiums bewachen mussten.

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